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Thema: Sehr empfindlicher Schlaf

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Sehr empfindlicher Schlaf

bluesky am 18.12.2017 um 13:30

Hallo zusammen,
vielleicht kann mir jemand von Euch einen Tipp geben.
Seit ein paar Monaten habe ich gelegentlich massive Einschlafprobleme, sodass ich durchaus die ganze Nacht wach liege und nur für 1 oder 2 Stunden morgens schlafe. Die Nacht so durchgemacht habe ich dieses Jahr 4 oder 5 Mal. Häufiger kommt es vor, dass ich erst spät einschlafen kann (brauche manchmal ca. zwei Stunden), oder nachts aufwache und 1-2 Stunden wach liege. Eine ganze Nacht durchgeschlafen (8 Stunden) habe ich in den letzten 12 Monaten ein einziges Mal. Das Problem ist, dass ich einen sehr sehr empfindlichen Schlaf habe, es reicht eine kleine Störung aus, damit ich für die ganze Nacht nicht mehr schlafen kann.
Letzte Nacht z.B. habe ich kurz nach Mitternacht das Licht ausgemacht. Kurz danach war ich dabei einzuschlafen, als unsere Katze aufs Bett gesprungen ist. Das reichte schon, und ich konnte nicht mehr einschlafen. Wenn ich in diesem Moment geweckt werde, wo ich gerade dabei bin, einzuschlafen, dann ist die Nacht in der Regel gelaufen, oder ich liege zumindest 2-3 Stunden hellwach bis der Schlaf wiederkommt. Meistens war die Katze schuld, aber es kam schon vor, dass mein Partner in dem besagten Moment gehustet hat, z.B., da lag ich auch für den Rest der Nacht wach. Oder dass ich nachts von der Klingel geweckt werde, obwohl die ausgehängt ist und ich Ohropax trage (also das Problem liegt an mir, nicht an der Katze usw.). Letzte Nacht habe ich dann gelesen bis ich die Augen nicht mehr auf halten konnte, und wollte es wieder versuchen, zu schlafen. Ich war extrem müde, aber mein Körper schien mit dem Schlaf kämpfen zu wollen. Immer als ich am Einschlafen war, hat der Körper gezuckt und ich wurde wach, als ob ich einen Grund hätte, mich wach halten zu müssen. Das kann nicht sein, ich bin so verzweifelt. Was ist das? Warum kämpft mein Körper gegen den Schlaf? Was kann ich tun, damit ich wieder einschlafen kann, wenn ich dieses erste "Einschlaffenster" verpasse?
Schlafrestriktion ist etwas schwierig, da ich ein Kleinkind habe, das nachts auch mal wach wird (das Kind hindert mich aber nicht am Wiedereinschlafen). Und ich denke ich mache schon irgendwie Schlafrestriktion, da ich im Grunde 8-9 Stunden Schlaf brauche aber in den letzten Monaten durchschnittlich nicht länger als 6-7 Stunden schlafe (die Nächte ausgenommen, wo ich nicht einschlafen kann oder wieder nachts wach werde, da schlafe ich wesentlich weniger).
Entschuldigt bitte den etwas unstrukturierten Beitrag - ich bin müde...
Danke im Voraus für Hilfe oder Tipps.
 
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[EDIT] - Re: Sehr empfindlicher Schlaf

werwezseh am 18.12.2017 um 17:35

Man macht eine Schlafkompression/Restriktion, wenn man die Bettliegezeit auf 5-6 Stunden reduziert und nicht die Schlafdauer. Ansonsten brauchst du wohl ein ruhiges Zimmer ohne Partner/Katze. Manche können eben wegen solchen Störungen nicht schlafen... Kann sich dein Partner nicht um das Kind kümmern (sofern es kein stillen ist und auch da gibt es evtl. möglichkeiten)

Bei Einschlafstörungen gibt es noch die Stimuluskontrolle:
https://www.schlafgestoert.de/site-73.html
 
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Re: Sehr empfindlicher Schlaf

bluesky am 19.12.2017 um 14:43

Danke für die Antwort. Ich werde mich besser mit dem Thema Schlafkompression auseinandersetzen, vielleicht klappt das ja. Stillen tue ich noch 1-2 Mal nachts, aber das ist nicht das Problem, danach kann ich weiter schlafen. Mein Partner übernimmt auch viel nachts, nur stillen kann er ja nicht.
Ich schlafe tatsächlich besser wenn ich alleine im Zimmer bin und die Tür schließe, sodass die Katze nicht reinkommen kann. Aber ohne Partner zu schlafen ist für mich kein Zustand, ich denke das beeinträchtigt die Beziehung und spannt mich noch weiter an. Mit Partner und geschlossener Tür geht leider nicht, die Katze kratzt an der Tür die ganze Nacht und stellt Unsinn an - aus Protest. Die Katze weggeben war schon eine Überlegung, aber abgesehen davon, dass es für uns eigentlich ein No-Go ist, habe ich die starke Befürchtung, dass ich dann was anderes finden würde, das mich aufweckt...
Abgesehen vom Schlafen tue ich im Bett nur lesen, was mir aber normalerweise beim Einschlafen hilft. Die Verbindung Bett = Schlafen sollte daher eigentlich gegeben sein.
Ich will diese Außenfaktoren nicht ausschalten. Vielmehr wünsche ich mir, ich könnte einfach schlafen, ohne dass mich diese Kleinigkeiten stören. Mein Partner z.B. kann das. Die Katze springt aufs Bett, und wenn er überhaput deswegen wach wird, nimmt er das nicht richtig wahr und schläft einfach weiter. Warum kann ich das nicht? Mein Schlaf ist einfach zu empfindlich und ich bin innerlich anscheinend zu verspannt. Gestern habe ich Selbsthypnose probiert und musste dabei sogar lachen, das hat bei mir überhaupt keine Wirkung, Entspannungstechniken und Yoga genau so wenig. Schlafsterne und ähnliche rezeptfreie Medikamente habe ich bereits erfolglos probiert, klappt vielleicht das erste Mal, danach habe ich immer die paradoxe Wirkung (Anspannung, Zinnert, Ruhelosigkeit). Ich muss mich irgendwie damit abfinden, ansonsten ist eine Psychotherapie unumgänglich. Über die Schlafkompression werde ich auch lesen, vielleicht ist das doch auch eine Lösung.
Danke nochmals fürs "Zuhören".
 
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Re: Sehr empfindlicher Schlaf

lianny am 20.12.2017 um 08:29

Hallo bluesky,

ich weiß nicht, vielleicht wäre es ein Ansatz, wenn du deinen leichten Schlaf einfach anders bewertest. Nämlich nicht als deinen Feind. Es ist oft so, dass besonders Frauen einen leichten Schlaf haben und gerade wenn sie ein Baby haben finde ich es normal, dass frau mit einem Ohr immer in Hab-Acht-Stellung schläft. Könnte doch evolutionsbiologisch so programmiert sein, oder?!
Deswegen würde ich mir da jetzt keinen riesen Kopf machen, und es mit einem "Ist halt so" versuchen. Wenns gar nicht anders geht, würde ich mir an deiner Stelle aber doch mal überlegen, ohne Partner zu schlafen und die Katze dem Partner nachts zu "überlassen" Grafik: Smilie Zwinker, es kann ja auch nur vorübergehend sein. Aber du musst natürlich selbst wissen, wie groß dein "Leidensdruck" da ist.

Was Selbsthypnose und Entspannungstechniken angeht: die entfalten ihre Wirkung erst mit der Zeit und bedürfen einer konsequenten Regelmäßigkeit. Mit einmal ist es da nicht getan. Da heißt es, am Ball bleiben Grafik: Smilie Gluecklich

Alles Gute!
 
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