Sven085
am 25.12.2011 um 19:30
Hey Leute, also ich erspar euch mal die ganze Geschichte.. Nur soviel sei gesagt, ich bin 26 und habe extreme Schlafstörungen seit 5 Jahren. Zu erst nach einer heftigen Stresssituation aufgetreten und dann verselbstständigt. Mittlerweile zwei mal stationär in Klinik und diverse Medikamente ( Doxepin; Paroxetin; Mirtazapin usw. unzählige Ärzte aufgesucht)
Die natürlichen Begleiterscheinungen dieser Erkrankungen: kaum noch planbarer Lebensalltag und totaler Verlust sämtlicher sozialen Kontakte.
Aber darum geht es mir gar nicht. Ich hab mich damit abgefunden das mein Leben nur noch Makulatur ist... Viel mehr hätte ich gerne mal Rat von Betroffenen. Meine Schlafstörung hat sich irgendwie verändert. Früher war es die klassische Insomnie, ich konnte einfach nicht einschlafen. Jetzt ist es so, dass ich zwar einschlafe aber dann sofort in eine extreme Traumphase gehe von der ich dann nach ein paar Minuten erschrocken aufwache und mit pochendem Herz im Bett liege.. So geht das dann noch ein paar mal, bis ich dann die restliche Nacht in meiner halbwach Traumphase verbringe.. Diese ist so anstrengend das wach bleiben erholsamer ist.. Nun meine frage: Was ist das? Wo bleibt die Tiefschlafphase?
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Reinhard
am 26.12.2011 um 07:35
Zitat:
Ich hab mich damit abgefunden das mein Leben nur noch Makulatur ist...
Hallo Sven!
Zur fehlenden Tiefschlafphasenproblematik kann ich Dir leider nichts sagen, aber Du solltest Dich auf keinen Fall in Dein Schicksal des unverrückbar Schlafgestörtseins ergeben. Bei mir hat es sieben Jahre gedauert, bis das Schwein endlich von meiner Bettkante verschwunden war.
Will sagen: Kopf hoch, nicht aufgeben, es ist möglich!
Viele Grüße,
Reinhard
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Sven085
am 26.12.2011 um 11:38
"das Schwein"...(lach) nette Formulierung.. bei mir ist es zur Zeit wieder eine richtige Wildsau. Das merkwürdige ist, dass es überhaupt keinen Grund dafür gibt warum ich nicht mehr schlafen kann. Ich hab schon sehr lange aufgehört darüber nachzudenken oder eben zu grübeln. Ich geh einfach ins Bett, der Situation vollkommen ergeben. Eigentlich kann nichts meinen Schlaf behindern. Ach naja, ich bin ja scheinbar nicht der Einzige dem es so geht.. Man wird sehen was passiert..
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nelly
am 26.12.2011 um 13:30
Hallo Sven,
ich bin noch nicht solange daran erkrankt, aber ich habe schon gestrichen die Nase voll. Immer unausgeglichen zu sein, ständige Anspannung, grübeln und dann noch die Ratlosigkeit, welche Medi´s-Schlafhygiene.... Dieses schreckhafte Aufwachen nach dem Einschlafen hatte ich auch schon öfter, mein Arzt meinte es kommt von der zu hohen inneren Anspannung, man hat keinen sanften Übergang in den Schlaf wie man es normal hätte und dadurch würde man auch schlechter in den Tiefschlaf kommen?! Hat bei dir Schlafkompression geholfen oder hast du diese noch nicht ausprobiert?
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Sven085
am 26.12.2011 um 15:15
Ja naja, Schlafkompression ist bei mir schon allgemein jeden Tag "unfreiwillig" vorgesehen.. Denn ich muss jeden Tag um 6.15 Uhr aufstehen und gehe nicht vor 0.30 Uhr ins Bett. Wenn ich das richtig verstanden habe soll die Schlafkompression ja dazu führen das der Körper vollkommen ausgepowert wird und dadurch der Schlaf quasi erzwungen werden soll. Meiner Meinung nach kann das gut bei Leuten funktionieren die schlecht einschlafen und dann Nachts oft erwachen.. Aber diese Symptomatik ist ja eine ganze andere als die meinige.. Ich schlafe ja überhaupt gar nicht ein und wenn überhaupt, dann nur diesen widerlichen Traumschlaf.. (der ist schlimmer als wach bleiben) Ich hab hier im Forum schon oft Beiträge gelesen in denen sich Menschen darüber beschweren das sie nur 4h schlafen oder oft erwachen.. Ich sag dir ganz ehrlich, ich würde töten für täglich 4 Stunden Schlaf.. Das wäre mittlerweile ein echter Erfolg.. Du wirst vielleicht verstehen was ich meine.. Ich will niemanden entmutigen aber ich bin jetzt im 5. Jahr mit diesem Mist konfrontiert und ich hab sowas von die Schnauze voll.. Am meisten nervt mich dieses Gesindel von Ärzten die keine Ahnung haben und es nicht zugeben.. Ich hoffe du fällst nicht auf die rein und lässt dich einweisen oder ähnliches.. Das macht alles nur noch schlimmer.. Auch die Gabe diverser Medikationen wird immer nur sporadische kurzfristige Hilfe bieten.. So hart es klingt, aber muss da irgendwie alleine durch. Ich war bei jedem erdenklichen Spezialisten und es war immer wieder eine Enttäuschung.. Am meisten hilft eigentlich der Austausch mit Betroffenen.. Ich nenn das immer ein bisschen spöttisch das Jammertreffen.. Aber das hilft doch ein wenig.. Du brauchst dich mit niemanden unterhalten der nicht betroffen ist, er kann nicht nachvollziehen was dir geschieht, er weiß nicht welche verdammte Qual das ist.. Aber naja, ich wollt gar nicht so theatralisch daher kommen.. Fakt ist, es muss weiter gehen.. Wie weiß ich aber auch nicht..
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