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Thema: [EDIT] - ständig nachts auf toilette

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[EDIT] - ständig nachts auf toilette

wanderin am 29.11.2009 um 20:35

hallo zusammen, ich geh abends gegen zehn Uhr ins Bett und schlaf auch sehr schnell ein. Leider wache ich schnell wieder auf (nach ein bis zwei Stunden) und muss dann auf Toilette gehn. Das ganze passiert mir mindestens zwei bis dreimal nachts so dass ich nie sehr lange durchschlafen kann. Ein Besuch beim Urologen hat nichts gebracht.Auch wenn ich Abends nichts mehr trinke wird es nicht besser. Morgens bin ich dann entsprechen erledigt. Tagsüber schlaf ich dann ein sobald ich mal auf dem Sofa sitze oder liege. Aber selbst wenn ich mich wachhalten kann wird es nachts nicht besser. Weiß jemand Rat???
 
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Re: ständig nachts auf toilette

Tocaya am 30.11.2009 um 09:06

Hallo Wanderin,
ich kannte dieses Symptom auch. Meine Hausärztin meinte damals lapidar, die Nieren arbeiten halt besser im Liegen und in der Ruhe und daher kommt es zu diesem Effekt. Einige Jährchen Erfahrung mit Schlafstörungen weiter, komme ich zu einer anderen Erklärung: Der Sympathikus-Nerv (also der Teil unseres Nervensystems, der fürs Gasgeben zuständig ist) kommt nicht zur Ruhe. Das kann man natürlich nicht von heute auf morgen abstellen, da kannst Du nur versuchen eine Dir gemäße Methode zu finden, dem Parasympathikus abends wieder die Vorherrschaft zu überlassen. Aber mit dem Lassen statt dem Machen haben wir ja so unsere Probleme...Grafik: Smilie Zwinker
Was Du aber auf jeden Fall machen kannst, was zumindest mir sehr geholfen hat, das Trinkverhalten ändern:
Morgends auf der Bettkante schon ein großes Glas Wasser trinken. Dann im Laufe des vormittags mindestens einen Liter Wasser o.ä. zusätzlich trinken. Am Nachmittag dann weiterhin das Trinken nicht vergessen, aber moderat weitermachen. Dieses Verhalten wird sicherlich nicht nach einem Tag helfen, aber nach einer bis zwei konsequent durchgehaltenen Wochen solltest Du einen ersten Erfolg spüren.
Viel Erfolg beim Kampf(wasser)trinken wünscht Dir
Tocaya
 
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Re: ständig nachts auf toilette

maggy222 am 30.11.2009 um 12:39

Mir geht es auch so, wenn es mir schlecht geht. Ich gehe sozusagen beim Wachwerden prophylaktisch aufs Klo, ohne wirklich zu müssen, denke dabei, dass es mich dann vielleicht daran hindern könnte, deswegen aufzuwachen.

Mein Arzt sagte mir damals, dass das Unterbewußtsein einen Grund sucht wachzubleiben. Ist zwar paradox, leuchtet aber ein.
Wenn Du Dich nun an die Regeln, die Tocaya schreibt, hälst, solltest Du Dich einfach fragen, ob Du wirklich mußt. Wenn nicht, den Impuls einfach ignorieren und versuchen, weiterzuschlafen.

Übrigens wache ich auch bereits nach 1-2 Stunden wieder auf, aber durch die Reduktion schlafe ich irgendwann wieder ein und zwinge mich, nicht aufzustehen.

Sei froh, dass Du schnell einschlafen kannst und der Urologe nichts gefunden hat. Das gibt doch eine gewisse Sicherheit.

Maggy
 
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Re: ständig nachts auf toilette

wanderin am 30.11.2009 um 19:49

hört sich einfach an... wenn man weiß was Parasympatikus bedeutet
Grafik: Smilie Gluecklich und wie ich ihm helfen soll
Vielleicht kannst du mich ja ein bisschen drüber aufklären

liebe Grüße... wanderin
 
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Re: ständig nachts auf toilette

Tocaya am 01.12.2009 um 12:44

Hallo Wanderin,
Informationen über Sympathikus und Parasympathikus kann ich Dir natürlich auch nur laienhaft erklären, aber ich hoffe, dass sich Fachleute einklinken, wenn ich hier Unsinn erzähle.
Unser Nervensystem besteht - sehr einfach ausgedrückt - aus einem Gas- und einem Bremspedal. Das sympathische Nervensystem wird aktiviert, wenn Leistungen angefordert werden. Das Bremspedal bringt uns in den Entspannungs- und Ruhemodus. Nervliche Gesundheit ergibt sich, wenn uns gleichermaßen diese beiden Pedale zur ständigen Verfügung stehen. Wenn man also nach einer Hochleistungsphase schnell wieder in einen entspannten Zustand zurückkehren kann. Da hapert es eben bei vielen von uns, da wir ständig tagsüber angespannt sind und schlecht in den Erholungsmodus zurückschalten können. Diese Überaktivität legt sich nicht plötzlich, wenn wir uns ins Bett legen.
Konsequenz aus diesen Überlegungen ist, zu üben in einen entspannten Zustand zu kommen. Da gibt es zahlreiche Möglichkeiten von Autogenem Training, progressive Muskelentspannung, Ausüben eines entspannenden Hobbies, moderater Ausdauersport usw. Haken daran ist, all diese Dinge wirken nur, wenn man sie konsequent und langfristig betreibt. Und wenn man schon komplett von Schlafstörungen zermürbt ist, kann man sich eben zu nichts mehr aufraffen. Deshalb hat sich bei mir der Umschwung auch erst eingestellt, als ich anfing die Schlafkompression zu machen und dadurch genügend aktive Lebenszeit zur Verfügung hatte, die mich entspannende Dinge (bei mir z.B. auch Tagebuchschreiben) konsequent tun ließen.
In der Hoffnung, dass ich Dir ein wenig weiterhelfen konnte, grüßt Dich herzlich
Tocaya
 
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