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Thema: Schlafstörung seit August und nichts hilft wirklich
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Schlafstörung seit August und nichts hilft wirklich
kuehledunkle
am 18.11.2009 um 09:34
ich lese hier schon eine Weile mit, weil ich seit August eine Schlafstörung habe, die ich nicht in den Griff bekomme.
Anfangs nahm habe ich Stangyl verschrieben bekommen, hat nur sporadisch geholfen und hatte am nächsten Tag einen sehr starken Überhang. Dann bekam ich Zopiclon verschrieben, was mich nach 2 Wochen depressiv machte. Daraufhin erfolgte Mirtazapin, das mich zwar schlafen ließ ich aber tagsüber das Gefühl hatte ich müsste mit angezogener Handbremse Vollgas fahren und ich nur im Nebel herumlief. Dann Medikamentenwechsel zu Valdoxan 25 mg, welches ganz gut anschlug die ersten 3 Wochen; Nebenwirkungen: leider oft Kopfschmerzen. Seit vergangenem Wochenende, an dem ich zweimal auf das Medikament verzichtete, weil ich mir erlaubte zwei Weinschorle zu trinken: totaler Rückfall. Trotz erneuter Einnahme des Medikamentes habe ich nun die zweite komplett schlaflose Nacht hinter mir, sitze hier im Büro und kann mich null auf meine Arbeit konzentrieren. Ich kann schon seit Wochen nicht mehr im meinem Bett schlafen, und seit heute habe ich nun auch ein Problem mit meinem "Ersatzbett", weil ich hier nun auch schon 2 Horrornächte verbringen musste. Ich bin auch immer wieder am überlegen, ob ich die Schlafkompression versuchen soll, aber wie geht das mit Medikamenten? Die wirken doch eine ganz lange Zeit...und ich habe auch Angst, dass sich mein Zustand noch mehr verschlechtert und ich gar nicht mehr arbeiten kann. In der Vergangenheit habe ich die Erfahrung gemacht, dass je höher der Schlafdruck wird ich eher noch schlechter schlafe...
Kann man mit der Kompression tatsächlich konzentriert arbeiten? Sorry, der Text wurde jetzt wirklich sehr lange. Würde mich über Tipps, Anregungen oder einfach Austausch sehr freuen.
Viele Grüße, kühledunkle
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Re: Schlafstörung seit August und nichts hilft wirklich
Tocaya
am 18.11.2009 um 12:27
natürlich kannst Du mit der Kompression zunächst nicht sehr konzentriert arbeiten. Aber nach Horrornächten kannst Du das auch nicht, oder? Also gehst Du doch kein großes Risiko ein!
Heute streue ich mal ein Zitat eines chilenischen Antipoeten, Nicanor Parra (eigentlich war er Professor für Mathematik und Physik) ein:
"Damit man aus einem Teufelskreis ausbrechen kann, empfiehlt sich eine unmotivierte Handlung."
Viele fröhliche, unmotivierte Handlungen wünscht Dir
Tocaya
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Re: Schlafstörung seit August und nichts hilft wirklich
kuehledunkle
am 18.11.2009 um 12:45
obwohl es mir heute echt besch.... geht hast Du mich jetzt zum Lächeln gebracht. Da ich schon dreimal während der Schlafstörungen heulend beim Arzt saß und ein paar Tage wegen Erschöpfung krank geschrieben war, habe ich Angst um meine Kräfte, wenn ich mir Schlaf entziehe - gerade auch am WE, wenn man doch eigentlich ein bisschen auftanken könnte. Hut ab vor allen die das durchziehen. Wahrscheinlich bleibt mir auch nichts anderes übrig - ich hadere noch :o)
Kuehledunkle
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Re: Schlafstörung seit August und nichts hilft wirklich
Tocaya
am 18.11.2009 um 13:09
das Problem ist halt, dass Ärzte mit Schlafstörungen nicht viel anfangen können. Um den genauen Typ der Störung zu erkunden, müssten sie sich viel Zeit nehmen.
Falls Du ernsthaft mit der Schlafkompression beginnen willst, rate ich Dir, Dich auf diesen Seiten gründlich zu informieren und auch wirklich zunächst zwei Wochen lang das Schlaftagebuch zu führen. Das ist sehr wichtig, obwohl es einem erst ein bisschen seltsam vorkommt, da man manches nur vage ausfüllen kann, da man ja nachts nicht auf die Uhr sehen soll.
Entschlusskraft wünscht Dir
Tocaya
P.S. Verlier' die Angst, dass Du Dir heilsamen Schlaf entziehst. Du entziehst Dir vermutlich nur unerholsamen, gestückelten Schlaf und ersetzt ihn Stück für Stück durch erholsamen Schlaf am Stück - und das ist der entscheidende Unterschied!
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Re: Schlafstörung seit August und nichts hilft wirklich
maggy222
am 18.11.2009 um 13:28
Was nützen 7 Stunden "Bettruhe", wenn man sich tagsüber kaum auf den Beinen halten kann.
Selbst nach Nächten, in denen ich keine 5 Stunden "geschlafen" habe, fühlte ich mich tagsüber besser. Selbst der gestückelte Schlaf macht nicht so kaputt wie der von früher.
Die 3. Nacht ohne ADs mit viel "Stückelung" läßt mich trotzdem noch tagsüber ganz gut leben, allein mit der Gewißheit, dass die nächste Nacht bstimmt wieder besser wird. Und obwohl 3x aufgestanden, bin ich immer wieder eingeschlafen und habe geträumt, was ja auch nicht unwichtig ist.
Tocaya, wir werden es schon schaffen, alle Unentschlossenen vom Schlafentzug zu überzeugen. Dr. Müller wird es freuen ?!
Maggy
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