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Thema: Frage an Herr. Dr. Tillmann wegen Medikamenteneinnahme

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Frage an Herr. Dr. Tillmann wegen Medikamenteneinnahme

Hupfeline am 11.10.2009 um 15:51

Sehr geehrter Herr Dr. Tillmann,
ich leide seit 25 Jahren unter schweren Ein- und Durchschlafstörungen. Nach einem 6-monatigen Klinikaufenthalt hat mir mein Arzt Trymipramin - bzw. Stangyl - verschrieben, welches ich 20 Jahre mehr oder wenigr erfolgreich eingenommen habe. Danach hatte es überhaupt keine Wirkung mehr und ich habe es abgesetzt. In diesem Jahr Trymipaminpause habe ich Benzos, Neuroleptikas und Trazodon ausprobiert. Momentan halte ich es so, dass ich zwei Nächte komplett schlaflos verbringe und in der 3.Nacht eine Tavor nehme, um ein paar Stunde Ruhe zu haben, denn da kann ich meistens gar nicht mehr und bin kurz vor dem Wahnsinn. So emfinde ich es nach 2 schlaflosen Nächten. Jetzt habe ich gehofft, dass nach einem Jahr Pause, die Trymipramin wieder wirken sollten und habe damit angefangen. So weit ich informiert bin, sollte der Schlaf bereits nach der 1. Einnahme einsetzen. Ich habe sie nun eine Woche eingenommen und spüre nicht die geringste Müdigkeit und Schlafbereitschaft. Kann es sein, dass ich die Medis wochenlang einnehmen muss, bis sie mir doch noch zum schlafen verhelfen oder sollten sie bereits nach einer Woche wirksam werden.
Momentan bin ich total verzweifelt und komme mit der Dauerübermüdung und mangelnden Lebensqualität überhaupt nicht mehr klar.
Ich bin Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir eine kurze Nachricht schicken, ob ich die Trym. weiter einnehmen und hoffen soll.
Danke Ihnen und grüße Sie
hupfeline
 
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Re: Frage an Herr. Dr. Tillmann wegen Medikamenteneinnahme

TilmannMueller (webmaster) am 11.10.2009 um 17:08

Hallo Hupfeline,
wie schon öfters erwähnt kann ich per Forum/Internet/email keine Beratung zur individuellen Medikation vornehmen.

Mit freundlichen Grüßen
T. Müller
 
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[EDIT] - Re: Frage an Herr. Dr. Tillmann wegen Medikamenteneinnahme

maggy222 am 11.10.2009 um 17:57

Liebe Hupfeline,

nach unserem Telefonat hast Du Dich nicht mehr gemeldet, weil ich glaube, dass Dir nicht gefallen hat, als ich den Vorschlag machte, erst einmal einen kompletten Entzug aller Medikamente zu machen. Ich habe das damals vor 30 Jahren in einer Klinik gemacht und bin dann danach mit einer anschl. Hypnosebehandlung wieder arbeitsfähig geworden. Damals waren die Schlafstörungen nicht dauerhaft das ganze Jahr über, so daß ich mich in den Zwischenphasen etwas erholen konnte.
Jetzt nach den Wechseljahren ist es nicht nur für mich sondern auch für ganz "normale Frauen" schwerer geworden, gut zu schlafen.
Ich habe hier mehrmals berichtet, wie es mir ergangen ist und ich kann Dir nur raten, erst einmal den Tablettenentzug durchzuziehen und dann vorsichtig mit dem Schlafentzug zu beginnen. Nicht gleich aufgeben, wenn die Übergangszeit schwer ist.
Ich habe insgesamt 7 Wochen durchgehalten, mußte wegen viel zu hohen Blutdrucks und Dauerzahnschmerzen unterbrechen und mache jetzt - nach Beendigung der Zahnschmerzen weiter, allerdings nicht so rigoros wie anfangs, wo ich nur 5 Stunden "Bettzeit" mir zugestand.
Jetzt nehme ich 7! Tropfen Trimipramin (mehr will ich einfach nicht!) stehe um 6.00 Uhr und fühle mich schon wesentlich besser, auch wenn es jetzt im Herbst mir schwerer fällt, im Dunkeln aufzustehen.
Ich habe immer noch vor, alle ADs total abzusetzen, nur auf die Blutdrucksenker darf ich leider nicht verzichten.
Ich weiß, wie Du Dich fühlst, weil ich ebenso lange um jede Nacht Schlaf kämpfe, aber solange Du von einem Medikament zum nächsten wechselst, wirst Du keinen Erfolg haben.
Ich hoffe, dass das Wetter in Spanien wieder besser geworden ist und Du Dich zu einem Tablettenentzug durchringen kannst.
Alles Gute,
Maggy
 
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Re: Frage an Herr. Dr. Tillmann wegen Medikamenteneinnahme

Habermann am 11.10.2009 um 18:50

Ich denke du sollst deinen behandelnden Arzt, Neurologen/Psychiater zu deiner Medikamenteneinnahme befragen. Nur er kann das festlegen, niemand im Netz darf und kann sich hier eine diagnose oder Empfehlung erlauben. Das ist Sache des behandelnden Arztes, der auch die Verantwortung dafür übernimmt.
 
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Re: Frage an Herr. Dr. Tillmann wegen Medikamenteneinnahme

Hupfeline am 11.10.2009 um 19:58

Hallo Maggy,
da liegst du komplett falsch. Ich habe mich deshalb nicht mehr telefonisch bei dir gemeldet, weil ich kurz darauf nach Spanien geflogen bin und ich hier sehr wenig telefoniere, weil es ziemlich teuer ist. Meine Leute rufen mich alle von Deutschland aus um 1 Cent mit der Call by Call Nr. an.
Medikamentenentzug habe ich in den letzten 25 Jahren, denn so lange hält meine Schlafstörung bereits an, schon mindestens 5 hinter mir. Ich musste immer wieder damit anfangen, weil ich selbst davon überzeugt bin, dass mir Medikamente letztendlich weniger schaden als permanenter Schlafentzug und das haben mir auch alle Ärzte bestätigt. Wenn Du immer wieder 3 Nächte voll durchwachst und kurz vor dem Wahnsinn bist, dann nimmst du gerne ein Medikament, um ein paar Stunden Ruhe zu finden.
Weißt Du, Menschen sind alle sehr unterschiedlich und auch die Schwere der Schlafstörung ist unterschiedlich. Was für einen gut ist, muss für den anderen nicht auch richtig sein.
Ich habe sehr viel durch gemacht in den letzten 25 Jahren und war insgesamt 2 Jahre in Krankenhäuser, ich weiß wovon ich rede.
Es freut mit, dass es dir wieder besser geht und Du es gechafft hast, mit Minimalmedis auszukommen.
Weiter so
Ich grüße dich aus dem sehr warmen Spanien
hupfeline
 
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