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Thema: Lieber Herr Dr. Tillmann Müller bitte helfen Sie mir.

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Lieber Herr Dr. Tillmann Müller bitte helfen Sie mir.

Rihana am 06.10.2009 um 19:04

Hallo, mein Name ist Rihana. Ich bin 23 Jahre jung und habe eigentlich ein nah zu perfektes Leben. Ich habe einen tollen Studienplatz der mir unheimlich viel Spass macht, einen lieben Freund und eine tolle Familie. Und trotzdem habe ich mittlerweile schon fast 1 Jahr Schlafstörungen,die ich selbst als sehr schlimm empfinde. Angefangen hat alles in meinen Wintersemesterferien, ich hatte mir angewöhnt immer sehr lange wach zu bleiben, fast immer bis morgends 3-4 Uhr. Geschlafen habe ich dann immer bis ca. 11 Uhr mit so gut wie keinen Unterbrechungen.Als mir dieser Untypische Schlafrythmus zu wieder wurde hatte ich mir meine Uhr auf morgends 8 Uhr gestellt in der Anahme, ach die nächste Nacht wirst du dann einfach wieder früher einschlafen. Leider war dies nicht der Fall, nicht nach der ersten,zweiten und auch nicht nach der dritten Nacht. Viel schlimmer aber,ich konnte auch nicht mehr bis 11 Uhr schlafen.Sondern ich war jetzt immer um 8 Uhr wach, so wie ich mir den Wäcker gestellt hatte.Und ein weiteres Schlafen war nicht mehr möglich. Ich machte mir Gedanken warum ich meinen Rythmuss nicht umstellen konnte, schließlich war ich durch viele Studienreisen einiges an Zeitzonen gewöhnt und hatte damit die Probleme. Mit meinem Leid zu meiner Hausärztin gegangen wurde mir ein Schlafmittel verschriben namens Zoliclon. Die ersten nächtse konnte ich sehr gut einschlafen, wurde aber nach 4-5 Stunden von Alpträumen gepagt wach...Angstzustände bekam ich auch noch. Ich habe dieses Medikament nur 8 Tage genommen,ich wollte es wieder absetzen weil ich mich immer unwohler gefühlt hatte. Plötzlich konnte ich gar nicht mehr einschlafen,ich bekam Muskelzuckungen und totale innere Unruhe. Es folgten 3 Nächte gänzlich ohne Schlaf. Laut Ärztlicher Ausage machen die neueren Tabletten nicht abhängig. Ich war verzweifelt, weil alles schien immer schlimmer zu werden. Mittlerweile schlafe ich wieder ohne Tabletten,aber seid fast einem Jahr nur noch 4-6 Stunden. Ich liege immer mindestens 1 Stunde wach bis ich einschlafe,und auch danach werde ich IMMER mindestens stüdnlich wach. Oft passiert es auch das ich 2 Stunden vor dem eigentlichen Wäckerklingeln wach werde und absolut nicht mehr einschlafen kann.Komischerweise bin ich jedes mal wenn ich wach werde überhaupt nicht müde,sondern hell wach.Das kannte ich früher nicht,ich bin sonst fast nie aus dem Bett gekommen. Beim Stöbern in diesem Forum hier bin ich über einen Artikel gestoßen über eine tödlich verlaufende Schlafstörung. Familiere Insomenie, die aber auch sporadisch auftreten kann. Es soll sich dabei um eine sehr seltende im Verlauf von wenigen Jahren tödlich endende Krankheit handeln. Das alles hat in mir unheimliche Ängste ausgelöst. Im Internet findet man leider nicht viel über diese Krankheit, außer das sie auch mit leichten Ein und Durchschlafstörungen anfängt und irgendwann in einer totalen Schlaflosigkeit endet. Seid dem leide ich unheimlich und habe große Angst sterben zu müssen. Wissen Sie als Experte etwas über deren Verlauf, und kann ich diese krankheit irgendwie vergessen? Hätte ich nach fast einem Jahr auch andere Erscheinugen ?Und kann man diese Krankheit irgendwie ausschließen lassen? Mir währe das viel Geld wert. Denn nur ein ruhiges Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen. Ich habe vor 3 Monaten ein MRT bekommen,was unaufällig war?genügt das um diese schlimme Krankheit auszuschließen?Ich lese im Internet nur unvollständnige wenig aussagekräftige Angaben von Leien.Ich bin sonst auch schon untersucht worden und man schließt eine körperliche Ursache aus. Aber ich habe keine psychischen Probleme,ich denke nachts nicht nach und bin bis auf dieses Problem ein glücklicher Mensch.Gibt es noch andere Ursachen woher die Schlafstörugen kommen können.Oder kann auch das Unterbewusst sein mit daran schuld sein,ohne das ich bewusst an negative Dinge denke?
Ich traue mich keinem Arzt diese Ängste zu erzählen,weil ich selber weis wie unwahrscheinlich das alles klingen mag. Vielen dank und liebe Grüße eine bis jetzt stille beobachtende Leserin hier von Schlafgestoert.
 
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Re: Lieber Herr Dr. Tillmann Müller bitte helfen Sie mir.

Habermann am 06.10.2009 um 20:07

ich würde dir eine psychotherapie gegen deine Ängste und Schlafstörungen empfehlen. Vielleicht hast du auch eine Angststörung die medikamentös evtl behandelt werden muss. das kann aber nur ein neurologe entscheiden.

Zopiclon macht übrigens bei korrekter Einnahme ohne Dosiserhöhung nicht abhängig, ich habe dieses Medikament über 6 Jahre eingenommen täglich und habe es von heute auf morgen abgesetzt und hatte keine Probleme zu schlafen oder sonstige Absetzerscheinungen, alles war ok.

 
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[EDIT] - Re: Lieber Herr Dr. Tillmann Müller bitte helfen Sie mir.

TilmannMueller (webmaster) am 06.10.2009 um 20:40

Sehr geehrte Rihana,

grundsätzlich kann ich per Internet solche individuellen Anfragen aus berufsethischen und fachlichen Gründen nicht beantworten. Hilfestellung zu den von Ihnen angeschnittenen Fragen, finden Sie auf dieser Webseite unter folgenden Unterseiten.

http://www.schlafgestoert.de/site-17.html#3
http://www.schlafgestoert.de/site-36.html
http://www.schlafgestoert.de/site-77.html

Hilfreich könnten auch folgende Seiten sein:
http://www.dspsinfo.org/
http://www.geocities.com/delayed_sleep/


Ggf. ist der Tipp von Habermann mit einer Psychotherapie bez. Ängsten nicht ganz abwegig, auch wenn sich soetwas natürlich per Forum-Beitrag kaum beurteilen läßt. Eine Verhaltenstherapie hätte sicherlich auch den Vorteil, dass man die unter den o.g. Seiten angesprochenen Selbsthilfemaßnahmen unter fachlicher Begleitung durchführen könnte.

Bez. der Frage der tödlich verlaufenden familiären Insomnie kann ich Sie beruhigen: Die haben Sie nicht! - die Symptome sind andere und würden es Ihnen nicht ermöglichen, eine solche lange differenzierte Nachricht zu schreiben.

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für bessere Zeiten, die kommen werden.
Dr. Tilmann Müller
 
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Re: Lieber Herr Dr. Tillmann Müller bitte helfen Sie mir.

Habermann am 06.10.2009 um 21:54

das mit der psychotherapie war übrigens nicht böse gemeint, es ist wirklich so dass dies sehr gut bei Ängsten hilft und auch bei Schlafstörungen, die durch Ängste entstehen. Eine Verhaltensterhapie hier kann nicht schaden finde ich.
 
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Re: Lieber Herr Dr. Tillmann Müller bitte helfen Sie mir.

Rihana am 07.10.2009 um 17:43

Vielen Dank für die Liebe Antwort,und die ausführlichen Links. Ich weis das ich nervig klinge, Sie müssen sicherlich gute Nerven haben bei den ganzen verzweifelten leuten hier bei Ihnen im Forum.
Ich kann nur abwarten und hoffen,hauptsache ich habe diese eine schimme Krankheit nicht.Das ist für mich das wichtigste,spätestens in 2 Jahren wenn ich noch leben sollte werde ich wissen das ich sie nicht gehabt habe.Nur schade dann um die beiden in Angst verbrachten Jahren. Mit schlechtem Schlaf ohne gefährliche Hintergründe kann ich mich gut arangieren. Und das mit der Verhaltensterapie ist schon in Angriff genommen,eine Entspannungstechnik habe ich ebenfalls schon erlernt. Die Hoffnung stirbt zu letzt.
Und übrigends das Zolpiclon nicht süchtig macht bezweifle ich trotzdem. Ich habe alles nur so wiedergegen wie es mir selbst ergangen ist, und das war nicht frei erfunden. Ich denke einfach das wir Menschen alle einzigartig sind und jeder Mensch reagiert anderst auf gewisse Dinge. Wer mit gewissen dingen keine probleme hat kann sich einfach nur glücklich schätzen.
 
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