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Thema: Frage an Dr.Tillmann ? Wie kann man das Anti Depressiva absetzen ohne Probleme?

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Frage an Dr.Tillmann ? Wie kann man das Anti Depressiva absetzen ohne Probleme?

Tobsycat am 03.10.2009 um 08:36

Sehr geehrter Herr Dr. Tillmann und auch die anderen Leute,ich habe nun zum zweiten mal versucht mein Anti Depressivum mit dem Wirkstoff Remergil abzusetzen.Ich schaffe es einfach nicht.
Ich nehme auch nur 15 mg abends und verste deshalb auch nicht warum ich so Probleme habe.Am anfang haben mich diese 15 mg wunderbar müde gemacht und ich habe geschlafen wie ein Baby.Aber mittlerweile ist es so das ich gar nicht mehr müde davon werde.Ich bekomme zwar vor dem Ferseher kurz Müdigkeitsschübe,die aber innerhalb weniger Minuten wieder verschwinden.Erst wenn ich die Tablette genommen habe,so 40-60 Minuten später werde ich ''normal''müde.Also so wie ich es früher ohne Tablette müde geworden bin.Nehme ich sie nicht werde ich immmer munterer und das minten in der Nacht.Nehme ich nur eine halbe geht es die ersten 2 Nächte einigermaßen gut,aber ab der dritten Nacht die gleichen Probleme.
Leider gibt es die Tabletten nur in 15 mg und nicht niedriiger dosiert,was kann ich machen um es besser abzsetzen?Und ist es normal das man schon bei der nächsten Nacht ohne dieses Remergil gar nicht schlafen kann?Ich muss doch noch vom Vortag Remergil im Körper haben.
Anfangs hat es wirklich super toll geholfen.Aber jetzt habe ich das Gefühl das es fast nur noch Antriebssteigernd wirkt,ich bin tagsüber nicht müde und auch nicht fähig zu schlafen,keine sekunde.ich will meine körpereigene Müdigkeit zurück.Ich will nicht immer wach sein Grafik: Smilie Wuetend
Mittlerweile schlafe ich von 23:30 oder 24 Uhr bis 7 Uhr,werde aber alle Stunde bis 2 Stunden wach,aber damit kann ich leben da es nur wenige Minuten sind.Spricht man da eigentlich von Durchschlafstörungen,oder erst wenn ich nicht wieder einschlafen könnte?
Vielen Dank für die Hilfe
 
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Re: Frage an Dr.Tillmann ? Wie kann man das Anti Depressiva absetzen ohne Probleme?

TilmannMueller (webmaster) am 03.10.2009 um 08:56

Hallo,
aus rechtlichen Gründen kann und darf ich bez. der individuellen Medikation nicht beraten (zumal ich kein Arzt bin!).
Also bitte mit diesen Fragen bitte immer sich an den verschreibenden Arzt wenden!


Allgemein kann ich aber folgendes anmerken:
Beim Absetzen schlafanstoßender Medikamente gibt es - unabhängig von der körperlichen Abhängigkeit, wie man sie bei klassischen Schlafmitteln, nicht jedoch bei schlafanstoßenden Antidepressiva hat - immer den psychologischen Absprungeffekt. Gemeint ist der bewußte oder unbewußte Gedanke: "Jetzt schlafe ich das erste Mal ohne Tablette - ob es wohl klappt?". Dieser Gedanke reicht in aller Regel aus, damit es nicht klappt und erzeugtbdamit erneut eine schlechte Nacht, welche die Überzeugung festigt: "Ohne Tablette kann ich nicht schlafen".
Bei Patienten, die gezielt mit dem Auftrag kommen, Medikamente auszuschleichen, gehe ich in Absprache mit dem behandelnden Arzt in der Regel so vor:
Der Betroffene beginnt zunächst unter der laufenden Medikation mit einer Schlafkompression, also einer Einschränkung der Bettliegezeit auf z.B. sechs Stunden. Sobald sich hierunter der Schlaf soweit festigt, dass der Betroffene ca. 90% der sechs Stunden im Wochenmittel schlafend verbringt, wird erstmalig die Dosis verrringert (ggf. bei schon niedrigster Tablettendosierung in Apotheke nachfragen, ob es Tabletten mit Bruchrille gibt; in Einhzelfällen kann man im Laufe des Ausschleichens evtl auf ein besser niedrig zu dosierendes Medikament umsteigen). So tastet man sich dann allmählich an die Nacht heran, in der der Betroffene das Medikament ganhz absetzt. Trotz Schlafkompression kommt es bei den meisten Patienten dann zu einer ein- bis zweiwöchigen Phase mit ziemlicher Verschlechterung des Nachtschlafes, bevor sich der Schlaf allmählich wieder erneut festigt. Erst dann kann man beginnen, die knappe Liegezeit schrittweise auf 7h auszuweiten. Das Vorgehen ist in aller Regel aber sehr individuell abzustimmen.

Mit freundlichen Grüßen
T. Müller
 
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Re: Frage an Dr.Tillmann ? Wie kann man das Anti Depressiva absetzen ohne Probleme?

maggy222 am 03.10.2009 um 13:22

Dazu mcöhte ich noch anmerken, dass ich bei Veringerung der AD-Dosis zusätzlich hochdosiertes Baldrian und B-Vitamine genommen habe (gut für die Nerven), so hat man im Kopf "etwas genommen zu haben" und beobachtet sich nicht zu sehr wg eines evtl. eintretenden Mißerfolgs.

Manche ADs wie z.B. trimipramin gibt es auch in Tropfen, die besser zu dosieren sind als Tabletten.
Außerdem ist wichtig zu wissen, dass jeder Mensch nachts bis zu 7mal wach wird, nur der Schlafgestörte wird gleich hellwach und entwickelt sofort die Angst, nicht wieder einschlafen zu können. Der normal Schlafende dreht sich um und weiß später gar nicht, dass er aufgewacht ist.
Ich denke, nicht die Stundenzahl sondern die Qualität des Schlafes ist wichtig. 5 gute Std. sind besser als 8 schlechte oder wach gelegene.
 
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Re: Frage an Dr.Tillmann ? Wie kann man das Anti Depressiva absetzen ohne Probleme?

Tobsycat am 04.10.2009 um 18:50

Natürlich spielt der Psychologische Faktor auch eine Rolle,aber bei mir ist es z.B auch so wenn ich mittags vor dem Fernseher liege und an nichts denke kann ich auch nicht einschlafen.Oft überkommt mich ein Müdigkeitsschub und in dem Moment wo ich normalerweise einschlafen würde werde ich wieder ganz hell wach.dieser Schnittpunkt von wach auf Schlaf der funktioniert bei mir zur Zeit irgendwie nicht richtig.Also dass das mit den Medikamenten zusammenhängt schließen Sie aus? LG Tobias
 
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Re: Frage an Dr.Tillmann ? Wie kann man das Anti Depressiva absetzen ohne Probleme?

Joerg-ISHG am 05.10.2009 um 00:10

Normalerweise schleicht man sich aus solchen Präparaten hinaus. D.h. die Dosis wird sukzessive reduziert. Ein schlagartiges Absetzen ist nicht anzuraten. Das Absetzen erfolgt am besten in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt.

Grüße

JS

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Ltr. Internet-Selbsthilfegruppe Narkolepsie

 
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