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Thema: Horror beim Einschlafen

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Horror beim Einschlafen

tomy40 am 06.11.2007 um 17:17

Hallo Leute, bin leider total aus dem Häuschen. Habe in den letzten Wochen Probleme mit dem Einschlafen. Es ist mittlerweile der totale Horror für mich geworden. Anfangen tut es in der Phase zwischen Wachsein und Einschlafen. Ich schrecke dann hoch und habe das Gefühl zu ersticken - PANIK - SCHOCK - Gefühl "jetzt ist es mit dir vorbei". Das wiederholt sich mehrmals hintereinander. Ich habe auch schon die Hausmittel wie Baldrian/Hopfen etc... probiert. Ich glaube ich könnte davon eine ganze Kiste essen - der Horror, wie ich ihn nenne, kommt trotzdem.
Ich war nun bei meinem Hausarzt, der hat mir ein Schlafmittel verordnet - davon habe ich aber Angst wegen der Abhänigkeit.
Heute Nacht war wieder eine Horrornacht - gerade am einschlafen - Schreck..........
Vielleicht gibt es Betroffende die das gleiche haben und die mir evtl. sogar mal einen Tipp geben könnten.
Tomy
 
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Re: Horror beim Einschlafen

tibia am 07.11.2007 um 16:59

bei mir ist es genauso..und immer das gefühl jetzt muss ich sterben oder ich sterbe gerade... atemnot, herzrasen, realitätssinn ist getrübt... ich suche ebenfalls hilfe. ist eigentlich das schlimmste mit dem ich zu kämpfen habe....
 
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Re: Horror beim Einschlafen

tomy40 am 08.11.2007 um 09:49

Hatte heute Nacht wieder so eine Horror Nacht. In der Phase zwischen dem eigentlichen Dämmerzustand in die Schlafphase.
Habe schon ausführlich im Internet recherchiert - ANGSTZUSTÄNDE ?????
Habe ich aber automatisch - denn wenn man so etwas hat ist das wohl logisch.
Werde heute Nacht doch einmal so eine Schlaftablette - zumindest mal eine Halbe - nehmen. Mal sehen..........
Tomy40
 
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[EDIT] - Re: Horror beim Einschlafen

TilmannMueller (webmaster) am 08.11.2007 um 10:47

Hallo,

bei der hier beschriebenen Symptomatik (Panikartige Angst in der Einschlafphase bzw. beim Erwachen aus dem Schlaf) kommen grundsätzlich drei Störungsarten in Frage:

a) schlafbezogene Atmungsstörungen in Form sog. obstruktiver oder zentraler Atemstörungen. Für das Vorliegen einer schlafbezogenen Atmungsstörung spricht, wenn andere Symptome wie Bluthochdruck, Übergewicht, Schnarchen, vom Partner beobachtete Atemaussetzer, erhöhte Einschlafneigung am Tage (siehe Epworth-Fragebogen) hinzukommen.
In diesem Fall wäre durch eine ambulante Untersuchung der Atmung im Schlaf die Diagnose abzuklären (sog. Polygrafie bzw Screening schlafbezogener Atmungsstörungen durch einen Schlafmediziner)

b) Angststörung bzw. Panik-Störung: 44-71% der Patienten mit einer Panikstörung haben nächtliche Panikattacken. Bei ca. 20% treten Panikattacken nur nachts auf. Bevorzugt werden diese Panikattacken beim Übergang vom Leichtschlaf in den Tiefschlaf ausgelöst. Da dieser Übergang mit zunehmenden Schlafdruck sehr abrupt erfolgt, sollte bei nächtlichen Panikattacken eine Schlafrestriktion vermieden werden. Ursache bzw. Auslöser der nächtlichen Attacken sind die normalen körperlichen Veränderungen, die dieser Übergang mit sich bringt. Gerade auch beim Einschlafen selber findet eine drastische Umstellung der teilweise willkürlich gesteuerten Atmung auf eine rein durch Stoffwechselparameter gesteuerten Atmung statt. Diese Umstellung kann durchaus mit kurzen Atemabflachungen bzw. auch kurzen Pausieren der Atmung einhergehen, was dann möglicherweise der Auslöser für die erlebte Panik wird.
Für eine (psychische) Panikstörung spricht, wenn auch am Tage Angstzustände auftreten. Therapie der Wahl in diesem Fall ist eine kognitive Verhaltenstherapie. Medikamentös werden z.T. sog trizyklische Antidepressiva eingesetzt.



c) Nächtliche Panikattacken auf dem Hintergrund einer posttraumatischen Belastungsstörung, d.h. als Folge eines schweren psychischen Traumas (z.B. bei Gewaltopfern, Opfern von Naturkatastrophen usw.).


Mit freundlichen Grüßen

T. Müller
 
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Re: Horror beim Einschlafen

WhiteShark am 29.11.2011 um 13:39

Hallo Miteinander,

ich habe ab und an das gleiche Problem. Bei mir ist wohl der Hintergrund eine posttraumatischen Belastungsstörung aus der Kindheit (Angst-Trauma). Die ersten Male hatte ich diese Geschichte bei Ausübung von Autogenem Training (bestimmt 10 Jahre her). Meine Erkenntnis über diese Traumas hatte ich in einer Tiefenpsychologischen Langzeit Therapie vor vielen Jahren. Meine Ängste hab ich im Grossen und Ganzen unter Kontrolle, und über die vielen Jahre hat sich das auch gebessert. Mich würde interessieren, ob einige von den Vorrednern THC konsumieren. Angstzustände bekomme ich nur noch bei Konsum von Hochpotenten Marihuana, welches anscheinend irgendwelche Tore öffnet bzw. weitet und man sensibilisiert wird, und die alten Ängste überhand gewinnen. Ich hab meinen Konsum durch diese THC-indizierten Angstfilme sehr reduziert. Bei schweren Haschisch ist die Problematik nicht so vorhanden. Eher die Psychoaktiven Hanfsorten begünstigen diese Geschichte. Kann das jemand bestätigen. Gruss
 
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